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Dome-Finale hoch {2018-01-24} This is the end.

Ulf Tielbürger, Besitzer und ehemaliger Inhaber des Pleasuredomes, rief letztens bei mir an. Der Dome wird wohl nie als Club oder Disco wiedereröffnet.

Rückblende in 2016: Nach 4 Jahren war Schluss mit den Anstrengungen um die Wiedereröffnung. In der Kreiszeitung findet ihr den Bericht, in der Facebook-Gruppe "The real Pleasuredome" zitiert der Admin aus einer Mail von Daniela Mügebeer, dass ihr am Ende ein noch laufender Rechtsstreit finanziell das Genick gebrochen hat. Sie sagt: "Natürlich ist es schade, daß die Dome Fans nicht in ihr altes Wohnzimmer können. So wie es aussieht, wird es auch kein anderer schaffen." Und: "danke an alle treuen Fans".

Hier ein paar aktuelle Bilder vom Gebäude aus dem Januar 2018:

Pleasuredome-Gebäude 2018

Pleasuredome-Gebäude 2018





   Pleasuredome-Front 2018

taz-Artikel hoch {2015-06-08} Artikel über den Pleasuredome, Hyde Park, Lindenhof u.a. in der taz.amWochenende

Die taz, genauer gesagt die taz.amWochenende, Ausgabe taz.nord, S. 37, 40, 41, hat einen Schwerpunkt zu alternativen Diskos auf dem Land herausgebracht. Dabei gibt es einen schön ausführlichen Artikel zum Pleasuredome von Jan-Paul Koopmann über dessen Geschichte und Zukunft. In den weiteren Beiträgen geht es um die Geschichte(n) vom Hyde Park Osnabrück, ein Interview mit Ansgar Tegeler über den Lindenhof in Wetschen/Diepholz und das Yesterday in Bremerhaven.

Alle Artikel gibt es in der taz.amWochenende vom 6./7. Juni 2015 beim Zeitungshändler eures Vertrauens oder als Online-Ausgabe bei der taz selber.





   Pleasuredome-Artikel in der taz

Pleasuredome - Neueröffnung
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{aktualisisiert: 2015-03-15} Heiden-Reichs Pleasuredome - Neueröffnung

Damaliger Stand von Anfang März 2015: Übereinstimmend berichteten die beiden Lokalzeitungen "Neue Westfälische" und die "Kreiszeitung" (Ausgabe vom 06.03.2015), dass der Kreis Minden-Lübbecke der neuen Eigentümerin Daniela Mügebeer die lange Zeit noch fehlende Genehmigung für den Bauantrag - "unter Auflagen hinsichtlich des Lärmschutzes" - erteilt hat. Das bestätigte das Team von Heiden-Reichs Pleasuredome ebenfalls in sozialen Netzwerken. Es folge nun die Analyse und Umsetzung der umfangreichen Auflagen, im Artikel der Kreiszeitung ist von über 2.000 Seiten die Rede.

In der Vergangenheit wurde z.B. in der Kreiszeitung (Ausgabe vom 24.11.2014) berichtet, dass es mit den Nachbarn des Pleasuredome etwas hakelte und der Eröffnungszeitkorridor November/Dezember 2012 damit platzte. Beim Westfalenblatt und beim Diepholzer Kreisblatt gab es auch Infos.

Es gibt unter http://www.pleasuredome-oppenwehe.de/ eine offizielle Webseite, auf der Plakatentwürfe mit dem Kalenderschema für die Themenschwerpunkte Schwarz, Metal, Mittelalter und "Classics" zu finden sind. Ein Eröffnungstermin steht immer noch nicht fest.

Die Grüchteküche brodelte vorher schon recht lange, dann gab es auch offizielle Quellen, die es bestätigten: Der Pleasuredome wird (nach damals ging die Berichterstattung in diesem NW-Artikel vom 15.10.2012 noch von Ende November 2012 aus) wiedereröffnet. Daniela Mügebeer aus Georgsmarienhütte, Inhaberin des "Heiden-Reichs", zeichnet sich dafür verantwortlich. Weitere Infos gibt es bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, der Neuen Westfälischen, bei Radio Westfalica, der Kreiszeitung sowie in der Facebook-Gruppe The real Pleasuredome bzw. der Facebook-Seite von "Heiden-Reichs Pleasuredome". Für Nicht-Facebook-Nutzer ist hier eine Version mit den wichtigsten Daten abrufbar: Facebook1 Facebook2







  
Pleasure Dome Remember Party
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{2010-02-26} Zweite Pleasure Dome Remember Party im Waldfrieden

Der Waldfrieden veranstaltet einen zweiten Teil der Pleasure Dome Remember Party, und zwar am am 13.03.10 im Waldfrieden, Bergstr. 32, in 32351 Wehdem (Stemwede). Ab 21 Uhr ist geöffnet, der Eintritt beträgt 3 ¤. Die erste Party war sehr gut besucht und ebenso gelungen, die Besucher haben sich durch die mörderisch vereisten Anfahrtswege und Parkmöglichkeiten nicht abschrecken lassen. Weitere Infos gibt es unter http://www.wald-frieden.de/





   Pleasure Dome Remember Party im Waldfrieden

Nachruf
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{2006-01-08} Ein (subjektiver) Nachruf

Morgen ist es soweit: Tag 1 nach Pleasuredome. Mit der neuen Woche fängt in gewisser Weise auch diese neue Zeitrechnung an. Heute überwiegen noch die Erinnerungen an die letzte Nacht: alles noch ein letzes Mal bewußt erleben. Parkplatz suchen, durch den Eingang an den "Türstehern" vorbei, die Jacke aufhängen oder den Pullover an der Kaffeetheke abgeben. Tee und Kekse im Café. Durch die verschiedenen Räume gehen und nach Freunden Ausschau halten. House Potatoes mit Curry-Sauce. Ein, zwei Kickerspiele. Den vielen vertrauten Stücken zuhören, die so typisch für den Dome sind. Ein nicht ganz kühles Barre Bügel. Den unbekannten und doch so häufig im Dome gesehen Gesichtern begegnen, die man bestimmt häufiger gesehen hat als manchen Familienangehörigen, aber deren Namen man doch nicht kennt; darunter Menschen, die schon immer da waren - Pleasuredome-Urgesteine. Und immer wieder: Gespräche, Gespräche, den Tanzenden zuschauen, Gespräche, die Vorbeigehenden anschauen, Gespräche. Vielleicht gehts du auch noch mal tanzen, ein vorletztes, ein letztes Mal. Zu welchem Lied warst Du zuletzt auf der Tanzfläche?

Unweigerlich kommt, was kommen muß. Es wird leerer, der Morgen rückt immer näher. Es wird heftig spekuliert, wann und wie es wohl zum Ende kommt und was als letztes Lied gespielt wird. Du wartest, in Gruppen und irgendwie gemeinsam. Ein letzter Knaller, als Fabio und Gitta auf der kleinen Theke in der Disco tanzen und mit schallendem Applaus belohnt werden. Kurz darauf ist es soweit: die Dome-Belegschaft steigt auf die große Theke, Wunderkerzen funkeln, der DJ legt das letzte Lied auf. Viele liegen sich in den Armen, der Kloß in deinem Hals wird dicker, bei manchen fließen Tränen. Dann verstummt die Musik, alle sind noch versammelt, es wird geklatscht, gesungen, auf der Tanzfläche und drumherum gesessen.

Der gefürchtete Moment ist da. Bei einigen dauert es etwas, bis es bewußt wird, bis das Wasser in die Augen steigt. Freunde spenden Trost, nehmen in den Arm. Ungewißheit bei vielen, wie lange man nun noch bleiben kann. Du trinkst aus, drehst eine letzte Runde, alles schaust du dir genau an, prägst es dir ein. Ein letzter Blick auf einige Gesichter. Wer weiß, was oder wen du wiedersiehst? Verabschiedungen, Umarmungen, letztes Händedrücken, die Jacke wird vom Haken (oder aus dem Haufen darunter) genommen und angezogen. An den Verbliebenen der Belegschaft vorbei gehst du nach draußen, die Kälte und Dunkelheit umfängt dich, die Tür fällt hinter dir zu. Seltsam, der Schlag davon klingt heute endgültig, vorher hat man ihm nie große Aufmerksamkeit geschenkt. Dann ins Auto, Rückfahrt nach Diepholz, Lübbecke, Bünde, Osnabrück. Zu Hause ankommen, die verqualmten Klamotten ausziehen, Zähneputzen fällt aus wegen Bodennebel, ins Bett. Ein paar letzte Gedanken und Bilder ziehen vorbei. Schlafen. Wovon hast Du geträumt?

Und heute? Ein seltsames Gefühl macht sich breit, passend zum Wetter. Leere. Das letzte Mal habe ich so etwas nach meinem Abi-Ball gefühlt. Die Erinnerungen verblassen langsam, wie der kleine tintenblaue Stempel auf deiner Hand nach dem Duschen. Diffuse Sonntags-Melancholie. Vielleicht schaust du unter http://dome.yousernet.de/ im Forum oder in der Gallerie vorbei, ob schon Beiträge, Videos oder Bilder der vergangenen Nacht zu finden sind.

Wie lange hast du schon den Dome besucht? Bei mir sind es fast 13 Jahre. Im Sommer 1993 bin ich die 17 Kilometer von Alswede nach Oppenwehe mit Fahrrad gefahren, weil niemand mit Auto bei uns langfuhr, der einen mitnehmen konnte. Ein unglaublicher Reiz ging von diesem Laden aus. Das "Pleasure" wurde und wird es von den Älteren genannt; ein Ausdruck, der dem heutigen schlichten "Dome" gewichen ist (diese Bennenung führte bei Unwissenden oft zu Verwunderung - "Was willst du denn um diese Zeit in einem Dom?!"). Was haben sich nicht für Gerüchte um den Pleasuredome gerankt: Drogenhölle, satanistischer und okkulter Gruft-Treff, Biker-Schuppen, Bombenleger-Kaschemme. Dementsprechend ehrfürchtig hat man dann die (damals noch) schwarzen Hallen betreten, sich in eine dunkle Ecke gesetzt, etwas getrunken und dem Treiben erstmal zugeschaut. Wie und wann war dein erster Dome-Besuch?
Ruck-zuck war man infiziert und wollte so häufig wie mööglich dort sein, der oft noch fremden und ein wenig seltsamen Musik zuhören, seine Freunde und auch neue Leute treffen. Nicht immer war das so einfach: der fehlende Führerschein oder das noch nicht vorhandene Gefährt, die Weigerung der Eltern, dich zu fahren, das Auto benutzen zu lassen oder ganz schlimm: Man läßt dich gar nicht gehen! Da haben sich viele von uns eine Menge Argumente anhören müssen: Alkohol, Drogen, Teufelsmusik, schlechter Umgang, zu wenig Schlaf, zu schlechte Schulleistungen oder das Totschlagargument "Wir sind deine Eltern, solange du deine Füße ..." bla, bla, bla. Irgendwie haben diese Widerstände den Reiz und Wunsch nur noch stärker gemacht. Und wir sind trotzdem immer wieder hingefahren.

Speziell im Zuammenhang mit der Oberstufe hat der Dome eine zentrale Rolle gespielt. Es war der Treffpunkt außerhalb des Schulzeit, speziell für die eher schwarz-, hart-, alternativ- und indie-angehauchten unter uns. Der Dome war fester Bestandteil des Lebens und der Kommunikation, galt als wirklich "in". Nicht umsonst ziert das alte Dome-Logo mit den Augen aus einem H.R.-Giger-Bild im Schriftzug mein Abi- und LK-T-Shirt. Ein Sponsoring von Landmaschinenhandel Wellpott oder Landkaufhaus Gosewehr wäre völlig inakzeptabel gewesen, Dome-Werbung adelte einen dagegen! Umso mehr kann ich die Tränen der jetzigen 12er und 13er von Söderblom, Wittekind und dem Rahdener Gymnasium nachvollziehen, die ihre verbleibende Oberstufen- und Abiturzeit ohne den Dome verbringen müssen, das muß wirklich bitter sein.

Der Dome prägt. Jeder, der den Dome über längere Zeit besucht hat, legte sich unweigerlich gewisse Verhaltensweisen und Eigenheiten zu. Sei es bei der Kleidungswahl, Getränkevorlieben, Musikgeschmack, das Sehen- und Gesehen-Werden-Spielchen - und dem Tanzstil! Beobachtet mal die Tanzfläche im Hyde Park, X/Kick, der Box oder des Ringlokschuppens, Dome-Tänzer erkennt man sofort. Selbst in der "Nachtschicht" in Bonn habe ich mal einen ehemaligen Domegänger so kennengelernt.
Musikalisch findet ebenso ein Kennen- und Lieben-Lernen-Prozeß statt. Die Jüngeren kommen hier oft in den Genuß von Stücken, die weit vor ihrer Geburt veröffentlicht wurden, die bei Ihnen das Interesse an Musik wecken, welche weit ab vom medienverordneten Mainstream liegt - ein positiver Anachronismus. Musikalische Schmalspurfahrer bekommen ihre Scheuklappen geöffnet und hören auch mal links und rechts des eigenen CD-Regals in Alben der Dome-Interpreten hinein.
Darüber hinaus ist allen wirklichen Dome-Besuchern noch eins gemeinsam (ich spreche hier nicht von verirrten Prollos, besoffenen Jungschützen oder sonnenbankverbrannten Kaspern): alle wollen einen entspannten, stressfreien, netten Abend verbringen und verhalten sich auch dementsprechend. Leben und leben lassen. Bemerkungen und ein kleines bischen lästern, klar, aber mehr nicht. Selbst wenn die Lebenshilfe mit ein paar Behinderten vorbeischaut, wird das zwar registriert, aber mehr auch nicht. Betritt man dann mal ein anderes Etablissement, holt einen oft der Kulturschock ein: Gerempel sondergleichen, keine Entschuldigungen für unabsichtliches Auf-den-Fuß-treten, ein "Was kuckst du misch an?!" nach 2 Sekunden Blick in ein unbekanntes Gesicht. Naja, das ist halt die gesellschaftliche Wirklichkeit, und umso schöner war es dann auch, mal wieder in Dome einzukehren.

Der Gang des Lebens bringt es nun mit sich, daß man sich früher oder später mal aus dem Altkreis Lübbecke verabschiedet, sei es für Zivil- oder Wehrdienst, Studium oder Beruf. Der Dome bildete dann bei einer Heimkehr eine konstante Größe: hier konnte man einfach auf blauen Dunst (welch ein Wortspiel ...) hinfahren, in den allermeisten Fällen traf man alte Bekannte und fühlte sich wieder daheim. Das Ganze gipfelte dann in den gerappelt vollen Abenden während der Sommerferien oder um Weihnachten, wenn die Lüftung völlig vergeblich gegen Schweiß, Rauch und Hitze der Besuchermassen ankämpfte.
Dort schloß sich dann der Kreis wieder: Treffen, Gespräche, sehen und gesehen werden, trinken, essen, kickern, tanzen, "Stairway" mit einer halbvollen Bügelflasche in der Hand lauschen. So wie immer. Gewisse Dinge ändern sich halt nicht. Der "Drill Sergeant" mit Glatze, Schnurrbart und Lederhose lehnt immer noch mit seiner Kaffeetasse am Geländer. Der strubbelige kleine Gruftie hat immer noch absolut kein Taktgefühl. Die üblichen Verdächtigen der schwarzen Fraktion stürmen zu den ersten Takten von "Einheitsschritt" die Tanzfläche, um als ihre eigene Karikatur den Text mitzusingen und zu tanzen. Jüngere sind auf den Sitzstufen links, älteres Publikum in der Kurve vor dem rechten Gang und an der kleinen Theke. Ah, und glücklicherweise ist die Hübsche mit dem fröhlichen Lachen auch wieder da, die man so gerne anschaut. "Einmal House Potatoes mit Curry-Sauce, bitte." Sind wohl noch Kekse im Café oder ein Platz in der Kneipe frei?

Bis heute morgen. Nun ist es vorbei. Aus. Und jetzt? Wohin? Was macht man am Dienstagabend? Wo trifft man all die altbekannten Menschen? Was nun?

Nun schmeißt mir die Shuffle-Funktion von Winamp "Everlong" von den Foo Fighters aus den Boxen, ich denke an die letzte Nacht und überlege, wieviele der anderen Besucher ähnliche Erinnerungen und Dome-Geschichten zu erzählen haben ...

Volkmar


Original am 8. Januar 2006 unter http://yousernet.de/wbblite/thread.php?threadid=17&sid= gepostet



   Pleasuredome-Logo

Bilder
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{2006-07-14} Bilder Film 1 und Bilder Film 2
Dias von der letzten Dome-Nacht. Noch chemisch, mit Film und so ... Die Photo-CD dabei bietet leider nicht die beste Qualität, aber hier (Film 1) und hier (Film 2) habe ich eine Auswahl hochgeladen.

Dome!
Links
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{2006-07-30} Links
Einige Websites, die sich mit dem Pleasuredome beschäftigen:

Dome-Reliquien



 


http://dome.yousernet.de/


Stand: 31. Januar 2018    -    © 2006 - 2018 Volkmar Seliger















































 
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